Nie wieder hungern: „Wenn dein Hund abnehmen soll, muss er ordentlich fressen!“

Von Franz Spitzer | 3. Mai 2015


Ich weiß, es klingt zu schön, um wahr zu sein. Und viele meiner Kunden mit übergewichtigen Hunden schauen mich mit einem ungläubigen Blick an, wenn ich ihnen erkläre, dass ihr geliebter Vierbeiner zum Abnehmen mehr fressen sollte.

Vielleicht hast du auch schon mal versucht deinen Hund zum Abnehmen auf eine FDH-Diät („Friss-die-Hälfte“) zu setzen? Oder schlimmer noch – du ernährst ihn nur noch mit speziellem Diätfutter…

Wenn überhaupt, dann hast du damit bisher sicherlich nur kurzzeitigen Erfolg gehabt. Denn Fakt ist, weniger Nahrungsaufnahme führt euch nicht ans Ziel!

Viel mehr noch! Dein Hund nimmt so noch viel schwerer ab, als zuvor!

Viele Hundeliebhaber berichten, dass ihr Hund vor lauter Hunger ständig bettelt und unterwegs oder bei Freunden so ziemlich alles verputzt, was er kriegen kann.

Dem Ganzen liegt ein einfacher Mechanismus zugrunde. Du kannst es dir ungefähr so vorstellen:

Wenn dein Hund zu wenig frisst und dabei hungert, dann ruft sein Körper ein durch die Evolution fest verankertes Notstands-Programm auf, eine Art Notfahrplan, bei dem er sich sagt:

„Oh Gott! Es scheint nichts mehr zu fressen zu geben. Das heißt, ich muss sofort Fettreserven anlegen, um Energie für schlechte Zeiten zu sparen.“

Dazu werden Fettpolster aufgebaut und es wird da Körpergewebe abgebaut, wo sonst eben am meisten Energie verbraucht wird: in der Muskulatur!

Die Folge ist, dass die Fettverbrennung bei ihm nicht – wie von dir geplant – auf Hochtouren läuft, sondern dass wertvolle Muskelmasse abgebaut wird.

Gerade diese Muskelmasse ist es jedoch, die im Normalzustand wie ein Hochofen überschüssiges Fett verbrennt. Er gerät also in den sogenannten „Hungerstoffwechsel“, in dem sich sein Körper an jedes Gramm Körperfett klammert und er folglich auch kaum Gewicht verliert!

kampfhund_

Lass uns zur Veranschaulichung mal zusammen folgendes Beispiel durchgehen:

Wann bist du besonders sparsam und gibst am wenigsten Geld aus? – Wahrscheinlich genau dann, wenn dein Gehalt in der Monatsmitte schon fast aufgebraucht ist und „am Ende des Geldes noch sehr viel Monat übrig ist“.

Andersrum – wann gibst du dein Geld am großzügigsten und mit vollen Händen aus? – Wenn du gerade im Lotto gewonnen hast und jede Menge Geld zur Verfügung steht.

Der Körper deines Hundes „denkt“ genauso!

Wenn über die Nahrung ständig jede Menge hochwertige Nährstoffe (insbesondere auch hochwertige Fette!) in den Körper aufgenommen werden, dann verbrennt er seine bestehenden Fettreserven auch leichtfertiger, weil er ja „weiß“, das ständig reichlich Nachschub kommt und Mangel erst mal nicht zu befürchten ist.

Wie kannst du also den Fehler verhindern, dass sein Körper Muskeln zugunsten von Fettdepots abbaut? Wie kannst du stattdessen lieber die Fettverbrennung auf Hochtouren bringen?

Antwort: Er muss mehr fressen!

Selbstverständlich heißt das jetzt nicht, dass er ab heute ungebremst alles in sich hinein schaufeln soll, was ihm zwischen die Pfoten kommt.

Hier liegt das Problem:

Vor allem im industriell verarbeiteten Diät-Fertigfutter gibt es kaum hochwertige, natürliche Nährstoffe. Sie sind durch die industrielle Verarbeitung stark verändert, unausgewogen und können vom Körper nur schlecht verwertet werden!

Dein Hund frisst hier zwar jede Menge Futter (was dich wahrscheinlich ein Vermögen kostet), aber es enthält nicht die ausreichende Menge an natürlichen Nährstoffen, die dein Hund braucht.

Das führt dazu, dass dein Hund, obwohl er viel Diätfutter frisst, trotzdem in den Hungerstoffwechsel abrutscht und so im „ Notfahrplan der Evolution“ gefangen ist. Für den Körper zählt nicht die Futtermenge im Napf, sondern lediglich die darin enthaltenen verwertbaren Nährstoffe!

Als Folge des Hungerstoffwechsels werden dann Energie- aka Fettreserven angelegt und der Stoffwechsel wird runtergefahren – eben um Energie zu sparen.

Mit dem Ergebnis, dass der Hund an Gesamtkörpergewicht sogar eher zulegt, während Muskeln abgebaut werden. Je übergewichtiger der Hund dabei wird, desto schmächtiger werden dabei die unverhältnismäßig dünnen (weil kaum mehr bemuskelten) Beinchen im Verhältnis zum Körperstamm.

Und je weniger Muskeln er hat, desto mehr verschwinden natürlich auch Elan und Bewegungsdrang.

Ein Teufelskreis aus dem man als Hundeliebhaber aber jederzeit aussteigen kann – und sollte!

Denn mit den Folgen von Übergewicht ist bekanntlich nicht zu spaßen! Herz-Kreislaufversagen, Diabetes, Skeletterkrankungen und generell eine deutlich verkürzte Lebensdauer im Vergleich zu normalgewichtigen Tieren.

Der erste Schritt um dem ganzen Spuk ein Ende zu setzen liegt in der richtigen Ernährung – dein Hund sollte stattdessen also natürliche, artgerechte Nahrungsmittel fressen. Denn hiervon kann er so viel fressen, wie er möchte. Er wird davon nicht nur stets satt werden, sondern auch in Rekordzeit abnehmen.

Und da er nicht mehr hungert wird er dich mit seiner Bettelei auch nicht mehr wahnsinning machen! 😉

Wenn dich das Thema interessiert und du mehr über das Thema Ernährung erfahren möchtest, dann trage dich einfach völlig unverbindlich zu meinem 14-Tage E-Mail Crashkurs für Hundebesitzer ein.

 
 Idealgewicht, glatte Haut,
geschmeidiges Fell, weiße
Zähne und Energie pur
 
 

Andersherum bedeutet unsere Rechnung von oben natürlich auch, dass, wenn er mehr Muskeln aufbaut, er auch jeden Tag mehr Energie (=Fett) verbrennt. Das heißt, wenn er erst mal wieder mehr Muskeln aufbaut, kann er mehr fressen als vorher und nimmt trotzdem ab!

Super Sache oder?

Vielleicht denkst du jetzt gerade:

„Das ist ja schön und gut, aber er ist nicht gerade eine Sportskanone und stundenlang durch den Wald rennen ist auch nicht sein Ding…“.

Das Schöne ist, er braucht dafür nicht unbedingt eine Sportskanone zu sein!

Wieso? Weil er zum Fett Abbauen neben hochwertiger Ernährung lediglich moderate Bewegung benötigt – immer angepasst an das gegenwärtige Fitnesslevel.

Wenn du ihn richtig ernährst, dann führt jedes verlorene Gramm Körperfett automatisch dazu, dass er Tag für Tag von selbst agiler und bewegungsfreudiger werden wird.

Und du kannst dir obendrein das teure Diätfutter sparen.

Der Teufelskreis, in dem ihr jetzt vielleicht noch steckt, verwandelt sich plötzlich in eine Aufwärtsspirale, an deren Ende ein kerngesunder Hund mit Idealgewicht steht.

Um dir all diese Zusammenhänge einmal zu zeigen, habe ich eine tierärztliche Ernährungsberatung für Hundehalter entwickelt. Trage dich einfach hier ein und lass dich überraschen.

Du brauchst auch keine Angst vor versteckten Kosten zu haben und brauchst nichts zu kündigen. Das Ganze sind unentgeltliche Inhalte von mir als Tierarzt, sodass du einmal schauen kannst, ob es dir Spaß macht mit mir zusammen an der Gesundheit deines Hundes zu arbeiten.

Auf geht’s! Wir schaffen das!

Dein
franzsig